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Wie schön, dass es vor der nächsten Hitzewelle nochmal geregnet hat. Es waren zwar nur 10l, aber die waren nass ;-) So präsentiert sich Birgits Büchergarten am 21. August morgens diesig bei 9 Grad. Die Weigelie ist fleißig und blüht zum zweiten Mal - und die Prunkwinde scheint aus ihrer Mitte zu strahlen, als hätte sie einen eigenen Stromanschluss.

 

Wie Perlen hängen die Regentropfen an den Blüten von Rose Bernstein und der orangen Dahlie und verleihen ihnen einen ganz eigenen Zauber. 

 

Meine große weiße Hortensie ist endlich voll erblüht. Viel Grund zum Freuen also. Die Rote Bete bieten sich zum Schmausen an und die Zucchini ist nahe dran, mich zu überfordern. Gut, dass es Freunde und Nachbarn gibt, die selbst keine Pflanze haben... 

       

Ach, ich genieße jeden Tag und jede Stunde, die ich in meinem Garten verbringen darf oder mit meinem Hund durch die schöne, fränkische Landschaft strolche. Die allerdings könnte noch schöner sein, wenn es wieder mehr Hecken gäbe und die Wegränder breit genug wären, um Lebensraum für Rebhühner und anderes Getier zu bieten. Auch Mohn und Kornblumen sind seltener geworden. Wie schade!

 

Der Garten - Ein Ort im Inneren, wie im Äußeren ....

Alles fing an mit dem Schrebergarten meiner Eltern. Da gab es Kirschen und Äpfel, lila Flieder, der herrlich duftete, und jede Menge Blumenrabatten. Die Bauerngärten meiner Großmütter zeigten mir den vorwiegend nützlichen Aspekt. Da gab es vor allem Gemüse. Die Erbsenschoten palte ich genüsslich auf dem Deich aus, wo die Grashüpfer zirpten und die Frösche quakten. Damals gab es in den Wiesen noch unzählige Froschkinder und dementsprechend auch viel mehr Störche.

Heute verbindet mich der Garten mit der Natur. Er ist ein Ort, wo ich sie mitgestalte; wo ich auswähle, was wachsen und blühen soll. Der Garten fordert mich heraus, drängt nach Gestaltung und ist für mich ein Gleichnis für andere Bereiche meines Lebens, zum Beispiel mein Denken. Was mich stört, rupfe ich aus. Was mich freut, pflege ich.

Im Sommer 2016 habe ich meinen Garten in Lochau mit einem Gärtner neu gestaltet. Es sollte der Rasen sich in Wege, Plätze und Beete wandeln. Die Beerensträucher, die am Rand wuchsen, bauten wir weiter innen wieder ein und schufen so außen Platz für Sträucher wie Weigelie, Kolkwitzie und ihre vielen blühenden Kollegen. Im ersten Jahr habe ich mit einjährigen Blumen wie Cosmos, Bechermalven, Löwenmäulchen und Zinnien ein Blütenmeer gezaubert. Die haben meine frisch umgepflanzten Rosen allerdings fast verdeckt. Im zweiten Sommer (2017) bin ich damit etwas sparsamer umgegangen, damit sich die Rosen besser entfalten können. So bietet mein Garten jedes Jahr ein neues Bild, neue Herausforderungen und Freuden. 

Wieder beherzigte ich für Aussaat und Pflanzzeit die Ratschläge von Maria Thun. Mein Lieblingsgerät, die Durchziehhacke kommt zum Einsatz, sobald nach Regenfall der Boden abgetrocknet ist. Sie verschließt die Kapillaren im Boden, durch die sonst das darin enthaltene Wasser verdunsten würde, ohne den Pflanzen zu nützen.  Außerdem bleibt die Erde auf diese Weise locker und bietet dem Unkraut nicht so viele Möglichkeiten zum Einwurzeln.

Wege in geschwungenen Linien führen zu Plätzen, die zum Verweilen, Nachdenken und Lesen einladen. Möge die äußere ästhetische Form bei Besuchern und Betrachtenden innere Prozesse anstoßen und sie zu kreativem Ausdruck ver-führen. 

Es blüht und fruchtet wieder ... überall ...

 

 

   

Und dann setz ich mich mittenrein und schaue und lese und freue mich. Vielleicht habt ihr ja Lust mich zu besuchen. Bringt einfach euer Buch mit oder leiht euch eins aus meiner stattlichen Bibliothek in Birgits Büchergarten ...

 

Hach, ist des gemütlich!