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Lesestoff in Birgits Büchergarten: Aktuell, 28.4.2019, lese ich - klar. Ich lese eigentlich immer - wieder mal in Funden aus dem Thurnauer Bücherhäuschen. Manchmal sind unter diesen, oft vor längerer Zeit herausgegebenen Büchern, richtige Schätzchen...

Zum Beispiel mit: Der Herr des Moors von Ruth Rendell, 288 Seiten, Goldmann. Das Buch ist eine Mischung aus Krimi, Thriller und Psychodrama. Angesiedelt in einem Hochmoor in England wird die Leserin Zeugin einer unglücklichen Ehe, mehrerer Morde und der zunehmenden Obsession von Stephen Walby, der dem Zauber des Moors immer mehr verfällt. Die Autorin führt dabei die Leser derartig gekonnt aufs Glatteis, dass mir gar nichts übrig bleibt, als volle Blütenzahl zu geben: 10! Nicht von Herzen in diesem Fall, sondern schaurig-moorig-aufgewühlt ;-)

manchmal aber auch nicht: Der Ruf des blauen Flusses von Nicole Alexander, mit 508 Seiten ein ordentlicher Schmöker, erschienen bei blanvalet ist m.E. so ein Beispiel. Obwohl in gutem Stil geschrieben, liest sich das Buch nicht flüssig, weil die Autorin von Schauplatz zu Schauplatz springt, auch in der Zeit vor und zurück. Um ihr zu folgen hab mich nach einer Weile gefühlt wie ein Zirkuspferd. Es gibt zwar einige spannende Einfälle, aber die wiegen das mangelnde Lesevergnügen nicht auf. Schade, denn mit Büchern von und über Australien hatte ich bisher immer Glück (s.u.) Leider nur 4 von 10 Blüten.

Hier also meine Gedanken zu den Büchern: "Wer den Himmel berührt" von Barbara Bickmore, 651Seiten, RM Buch und Medien Vertrieb GmbH: Ein aufwändig recherchiertes Buch, dem die Geschichte der "Flying Doctors" in Australien zugrunde liegt. Ohne sie und die ärztliche Versorgung im Outback wäre eine dichtere Besiedlung im Hinterland nicht möglich gewesen. Spannend eingebettet auch eine Liebesgeschichte, die eigentlich aus mehreren besteht und bis zum Ende in Atem hält. In gutem Stil geschrieben, kundig aus dem Amerikanischen übersetzt von Uschi Gnade, ist das Buch von Anfang bis zum Schluss ein wahres Lesevernügen. Ich gebe gern 10 von 10 Blüten.

"Der Tote ist immer der Butler" von Dorothy Canell, 292 Seiten, Econ & List Taschenbuch Verlag.

Ein urkomisches, aber auch spannendes, Buch mit absurden und ungewöhnlichen Einfällen, denen der recht nüchterne Klappentext nicht gerecht wird. Der Erzählstil ist heiter-ironisch, ( aus dem Amerikanischen toll übersetzt von Brigitta Merschmann) was das Lesevergnügen für mich noch erhöht hat. Zum Inhalt: Um ein altes Unrecht wieder gut zu machen, setzt Sir Henry Gossinger auf Gossinger Hall seinen Butler Hutchins als Alleinerben ein. Was sich als Ursprungsgeschichte dahinter verbirgt, wird erst nach und nach enthüllt. Besonders gefiel mir eine Szene, in der die Enkelin des Toten einen "Bankräuber" chauffieren muss. Und natürlich gibt´ s auch eine Liebesgeschichte + Happy End. Heiter-spannende Urlaubslektüre, die mir ebenfalls 10 von 10 Blüten wert ist.