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Lesestoff in Birgits Büchergarten: Aktuell, 13.1. 2019 lese ich - klar. Ich lese eigentlich immer - nun mal wieder in Funden aus dem Thurnauer Bücherhäuschen. Ich hab grad nicht so viel Lust alle Bücher, die ich zur Unterhaltung in dieser dunklen Winterzeit "fresse" auch zu rezensieren. Aber das Buch einer chinesischen Autorin, die ihre Leser in spektakulärer Weise in die Traditionen und Rituale von chinesischen Familien blicken lässt, werde ich wohl demnächst hier kommentieren. Ihr dürft gespannt sein.

Christine Brückners (1921 - 1996) Poenichen-Trilogie: Jauche und Levkojen/ Nirgendwo ist Poenichen/ Die Quints/ (Ullstein, 10. Auflage 2017) hab ich vor einer Weile beendet. Sehr berührend, diese Familiengeschichte. Sehr gehaltvoll in wunderbarem Sprachstil geschrieben. Ohne das Thurnauer Bücherhäuschen wäre ich nicht auf sie gestoßen. Dabei war sie mal Vorsitzende des PEN. Wundervoll ausgearbeitete Charaktere. Die Autorin scheint jeden zu lieben. Da meine Eltern und Großeltern auch Flüchtlinge waren, aus dem Osten, hat mich natürlich auch die Handlung sehr interessiert. Das Auf-der-Flucht sein erweckt in den verschiedenen Personen sehr unterschiedliche Regungen und Handlungen. Wie es Maximiliane von Quindt (spätere Quint) gelingt sich aus der Erbin eines großen Gutes zu einer Mutter zu entwickeln, die sich mit fünf Kindern durch alle Kriegswirren schlägt, hat mich wirklich beeindruckt. Außerdem spielt ein Teil der Handlung in der Gegend um Pegnitz, also nicht weit weg ;-)                        Ohne Frage 10 von 10 Blüten wert.

Und hier die Rezension von Pascal Merciers "Nachtzug nach Lissabon", btb Taschenbuch 53. Auflage, für den ich mir echt viel Zeit gelassen habe, da ich bei einem früheren Leseversuch nach ca. 20 Seiten gescheitert war. In der Rahmengeschichte verlässt der Lateinlehrer Raimund Gregorius, genannt Mundus, mitten im Unterricht die Klasse und unternimmt fasziniert die Erforschung des Lebens eines portugiesischen Autors, dessen philosophische Gedanken in Ansätzen zitiert und ausführlich als Übersetzung wiedergegeben werden. Seine mitfühlende Art ermöglicht ihm, mit noch lebenden Zeitzeugen von Amadeu de Prado in Kontakt zu treten. An seiner Seite bekommen wir, die Leser, Einblick nicht nur in sein neues Leben, sondern auch in das des ehemaligen Arztes und Wiederstandskämpfers Prado.

Mein Fazit: Frau braucht die richtige Stimmung für dieses doch recht beschauliche Buch, in dem es viel um essentielle Lebensthemen geht. Um Würde, Schmach, Loyalität, Liebe, Verlust. Ich habe mich diesmal darauf einlassen können und erfuhr eine reiche Zeit des Nach-Denkens mit entsprechend wert(e)voller Ernte. Gern gebe ich die volle Blütenzahl von 10! Ausführlicher kann die Rezension dieses gehaltvollen Buches in Birgits Büchergarten an dieser Stelle nicht sein. Leider.